14
06
2019

Blog Post Jürgen

By Mladen Steko

Seit ca. 7 Jahren trainiere ich jetzt bei Steko’s und mache vor allem Einzelstunden bei Mladen Steko – einer der besten Trainer auf dem Planeten, aber niemand weiß davon… (Gott sei Dank, sonst könnte ich ihn mir gar nicht mehr leisten)  🙂

Man kommt sehr weit in den vielen Jahren mit professioneller Betreuung und ich denke, dass ich den Profis technisch in Nichts nachstehe. Allerdings investiere ich mit 3 Mal Training pro Woche nur 20% von dem was möglich wäre und man kennt das vielleicht aus anderen Lebensbereichen, dass man mit 20% schnell 80% des Ergebnisses erzielen kann, aber um die letzten 20% zu bekommen, muss man dann bereit sein, die restlichen 80% zu investieren und da trennt sich dann die Spreu vom Weizen, der Amateur vom Profi… 

Am 28.3.2019 bei der Fight-Club Veranstaltung im MMA, wurde ich als Kameramann für den Steko’s Fan-Club eingeteilt. Persönlich mag ich die Fight-Club Veranstaltungen mehr als die Fight-Nights. Das ist eine ganz besondere Atmosphäre und wird dem Archetypus – Kampf Mann gegen Mann – viel mehr Gerecht als eine schön geordnete aber distanzierte Veranstaltung. Auch die Änderung auf 3 * 3 Minuten nach dem Vorbild von K1 und der WLF finde ich für dieses Format perfekt, zwingt es doch die Kämpfer auf „taktische Spielchen“ über viele Runden zu verzichten und in den 3 Runden alles zu geben, was sie haben. Das ermöglicht es aber auch den Gegnern Paroli zu bieten, selbst wenn sie nicht die Möglichkeit hatten, sich über viele Monate die Kondition für 10 Runden anzueignen. Es zählt dann ausschließlich das technische Können, Kondition wird dann eher nebensächlich.

In meiner Rolle als Kameramann, konnte ich auch in die Katakomben, in denen sich unsere Fighter vorbereitet haben. Ich kenn‘ alle unsere Profis seit vielen Jahren sehr gut, doch die hab ich dort gar nicht angetroffen…! Was ich da vorfand waren Gladiatoren, die sich darauf vorbereitet haben, in die Arena zu steigen und bereit waren, dabei zu sterben. Ich hatte nicht mal den Mut unserer lieben Marie die Hand zu geben, denn aus diesen Augen schaute mich ein ganz anderes Wesen an, das zu allem bereit war… (das fast man nicht einfach so an, so wie man keine Lust verspürt, Löwen zu streicheln, wenn sie sich grad auf die Jagd vorbereiten…) 

Mir wurde dort in den Katakomben deutlich vor Augen geführt, dass es, neben der professionellen Kondition und Technik, noch ein klein wenig mehr bedarf, freiwillig als Kämpfer in den Ring zu steigen, und ich musste mir eingestehen, das könnte ich gar nicht, selbst wenn ich die Kondition für 20 Runden mitbringen würde 😉 Deshalb jubeln wir auch zurecht seit jeher diesen Gladiatoren auf ihrem Weg in die Arena zu, denn nur ganz, ganz wenige haben überhaupt den Mut dazu 😉 

 

Als ich dann am Abend zu Hause war und die Videos der Fight Club-Veranstaltung auf YouTube gestellt hab‘, verstand ich zum ersten Mal auch die Szene aus Matrix 3, als Agent Smith nicht verstehen kann, wofür Neo überhaupt kämpft, da doch eh alles Illusion ist, er nichts zu gewinnen hat und er antwortet…: „Weil ich mich dazu entschieden hab…!“ 

Wahrscheinlich die beeindruckendste Fähigkeit des Menschen

Jürgen
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